Auf meiner Reise durch die Welt hatte ich nicht nur viele schoene Erlebnisse, sondern auch so meine Probleme, mein schlimmstes war wohl der Verlust meines Photohandys Sony Ericsson k800i, mit dem ich auf der Reise fotografiert habe. Dieses besagte Handy habe ich ohne vorhandene Sicherungskopie, dafuer mit 560 vorhandenen Photos in Bagan (Myanmar/Birma/Burma) verloren, oder es ist mir geklaut worden. So genau kann ich das leider nicht sagen, aber mehr dazu in meinen folgenden Reiseberichten. Nach einem solchen Verlust findet man erst einmal alles ganz furchtbar schrecklich Scheisse und will wieder nach Hause an die muetterliche Brust. Schliesslich findet man aber nach einigen Tagen seinen Verstand wieder und macht sich ueber die naehere technische Zukunft so seine Gedanken.
Mein aktueller Stand der Technik:
- PC = Deluxe Version mit allen Spielereien
- Schlepptop: P4, 17", 5kg, 1h Akku. Fazit: Passt nirgends wo rein, aber ich kann Menschen damit erschlagen, einerseits durchs Gewicht, andererseits mit der produzierten Stromrechnung...
- Handy: Schnellersatz in Form eines Steinzeit Nokias fuer 22 Euronenkrieger aus Bangkok.
Handy:
Ich denke man sieht hier eindrucksvoll meine beiden Schwachstellen. Nach meinem Handyverlust lag der Fokus zunaechst einmal darauf. Nun gut, wir leben im 21. Jahrhundert, es sollte mittlerweile auch Handys geben die mein Technikerherz erfreuen. Zudem hoert man immer mehr von diesem OpenMoko-Projekt (Linux-Smartphone) [1][2] und siehe da, erste Handys sind auch schon erhaeltlich und es sieht auch noch ansprechend aus:
Neo1973 [3][4]
Es gibt nur ein paar Probleme. Zunächst einmal kostet wie jedes neue Handy 300 Euro, dann ist es seit Wochen im Internet ausverkauft, im Laden gibts es noch nicht, und die Software ist noch immer Entwicklungsstadium und schlicht nicht für Normalanwender reif.
Notebook:
So wie der Zufall es will, bin ich in Bangkok ueber dieses schnucklige Teil hier gefallen:
Asus EEE PC 4G Subnotebook [5][6]
Ein Subnotebook mit vorinstallierten und scheinbar extrem gut angepassten Xandros-Linux. Fuer Untermenschen ist es auch WinXP kompatibel, nein euer Vistascheiss laeuft darauf nicht! Denn wie ich zu sagen pflege, braucht man, abgesehen vom unendlichen RAM-Speicherbedarf, mindestens nen Dualcore, ein Herz fuer Vista und eins fuer alles andere... Hasta la Vista Baby [7]
Nun das Geraet liefert einige imposante Vorteile: Er wiegt unter einem Kilo ist mit seinen 7" natuerlich super klein und seine Akkulaufzeit soll ca. 3h betragen. Fuer unsere Linuxfreunde ist natuerlich auch vorgesorgt. Alle anderen Linuxvarianten lassen sich selbstverstaendlich ohne Probleme draufspielen, ich denke nur mit Gentoo wird man recht schnell in seine Grenzen, 4 GB Flashspeicher, gewiesen werden. Diese Grenzen sind auch das groesste Problem des EEE. Abhilfe sollte hier das 8G-Modell (mit 8GB) schaffen, welches allerdings noch nicht auf dem Markt ist. Scheinbar kommt er jetzt gar nicht mehr... Auf heise.de wird jedenfalls nur noch das Serien- Nachfolgemodell angekuendigt:
Asus EEE PC 900 [6]
Handy vs. Skype
Aber wie um alles in der Welt komme ich jetzt eigentlich auf das Thema "Handy vs. Skype"?
Nun ich ziehe nach meiner Rueckkehr nach Dtl nach Berlin. In Krefeld hatte ich mein O2-Genion inkl. Homezone und Festnetzflatrate. Krefeld ist zwar nicht klein, dennoch hatte ich mit meiner zentralen Wohnlage und der recht zentralen Unilage nahezu ueberall meine Homezone-Flatrate. Das war natuerlich bis auf die Grundgebuehren von 25 Euro eine durchaus billige Angelegenheit. Allerdings verhaellt sich Krefeld/ Berlin von der Groessenordnung ca. 1/15. Damit werde ich garantiert nicht ueberall Homezone haben. Anders ist das mit WLAN. Die Dau und Nerddichte in Berlin ist gluecklicherweise ueberdurchschnittlich. Dies sind die beiden wichtigsten Faktoren fuer uneingeschraenkten WLAN-Zugang. Wie Netzpolitik und die Berliner Morgenpost Ende letzten Jahres berichteten soll es zudem irgendwann im naechsten Jahrtausend freies WLAN [8][9] in Berlin geben. Da dieser Auftrag aber bestimmt der Telekomtochter T-Systems zugesprochen wird, wird das Projekt ordentlich verkackt und Unsummen von Steuergeldern schlucken, die vermutlich besser in der Bildung investiert waeren...[10]. Dennoch bin ich dafuer!
Uneingeschraenkter Netzzugang liefert uneingeschraenktes Skypepotential. Mit integrierter Webcam, Micro und natuerlich Boxen ist der EEE perfekt zum Skypen ausgestattet. Einziges Problem bleibt die Akkulaufzeit und das Netz. In der Uni und zuhause bin ich eh immer am Strom- und im WLAN-Netz. Unterwegs muss ich halt jedesmal mein Notebook starten und mich in nen neues Netz einwaehlen. Phonieren und spazierengehen faellt somit ganz weg. Als Trost fallen somit auch die laestigen Anrufe in der U-Bahn/Bus weg! Nachrichten koennen mir auch im Offline-Zustand geschickt werden. Zum absoluten Notfall kann ich mein jetziges Steinzeithandy behalten und meinen jetzigen Vertrag online downgraden, dies geht gluecklicherweise fuer einen kleinen Bearbeitungsbetrag. Bleibt noch die Kostenfrage offen.
Kostenrechnung:
Hochgerechnet wird auf meine uebrige Handyvertragslaufzeit von 12 Monaten
Handyloesung:
- Neues Handy 300 Euro
- Handygrundgebuehr 25 Euro/ Monat = 300 Euro
- Verschwendetes Geld fuer Steinzeithandy 22 Euro
= 622 Euro
Subnotebook:
- Neues Subnotebook: Bangkok 220 Euro, Dtl. 300 Euro
- Handygrundgebuehr 5-10 Euro/ Monat = 60- 120 Euro
- Steinzeithandy 22 Euro
= 302- 442 Euro
Max. Kostenersparnis beim Subnotebookkauf: 320 Euro
Min. Kostenersparnis beim Subnotebookkauf: 180 Euro
Datenschutzbedenken:
Skype:
Skype hat sich ja in juengster Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert, da war die Geschichte, das die Windoofversion die Biosdaten der Nutzer ausliesst. Auch hinter der kosten- und werbefreien Nutzung steht immer noch ein grosses 'Wie finanziert ihr euch denn sonst?' - Fragezeichen [11] [12]. Die Skypenutzung basiert auf einem anonymen Acc, sofern man nicht die Creditkarten-ich-darf-jetzt-auch-ins-Festnetz-telephonieren-version nutzt. Skypetelephonate lassen sich zudem verschluesseln und durch die Linuxnutzung und den I-netzugang ueber freie W-lan netze entkomme ich sowohl der Vorratsdatenspeicherung als auch dem Bundestrojaner.
O2:
Ich habe Ihnen lange vertraut und werde das auch weiterhin tun muessen. Auch wenn der Apfel vermutlich nicht weit vom Stamm faellt. Wenn die britische Regierung schon in einer Tour Daten verliert, sieht das bei den Unternehmen wohl nicht viel besser aus. Auch durch die angelaufene Vorratsdatenspeicherung bin ich froh auf dieses Medium bald nur noch sehr beilaeufig angewiesen zu sein...
Fazit:
Ich hab kein 'aktuelles' Handy und mein alter Handyvertrag ist quasi nutzlos, allerdings laesst er sich downgraden. Ich hab nen ordentlichen Rechner, also brauch ich nur nen Subnotebook. Das Subnotebook ist klein und wiegt wenig. Meine Erreichbarkeit wird kaum spuerbar eingeschraenkt, da ich das Notfallhandy behalte. Vom Datenschutz her bin ich auf der sicheren Seite und ich spare ein Haufen Geld.
Hach, soviel geschwätzt, dabei wollte ich doch nur sagen: Ich finde den Asus EEE PC genial und will auf jeden Fall einen haben!
[1] http://www.openmoko.org/
[2] http://www.heise.de/newsticker/meldung/91868/from/rss09
[3] http://www.openmoko.com/products-index.html
[4] http://wiki.openmoko.org/wiki/Neo1973/de
[5] http://eeepc.asus.com/global/product.htm
[6] http://www.heise.de/newsticker/meldung/104405
[7] mangoomangoo.de greenpeace_erklart_windows_vista_zur_schrottmachine
[8] netzpolitik.org/2007/spd-will-freies-wlan-fuer-berlin/
[9] www.morgenpost.de/content/2007/10/26/berlin/928591.html
[10] netzpolitik.org/2007/gruene-berlin-gegen-freies-wlan/
[11] http://www.berlecon.de/research/spotlights.php?we_objectID=327
[12] www.heise.de/newsticker/meldung/84955