August 02, 2008

Symbian OS befreit

Das auf vielen Smartphones beliebte Symbian OS (Marktanteil lt. wikipedia 80%) wird von Nokia gekauft und unter Obhut der neu gegründeten Symbian Foundation Stück für Stück als Open Source freigegeben. Nokia will diesen Prozess innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen haben.

Ich begrüße diesen Prozess. Meines Erachtens ist ein Schlüsselproblem aller Handyhersteller die Software: Während in der Hardware Telefone zu immer mehr Möglichkeiten gebracht werden hinkt die Software hinterher. Das beschränkt sich nicht allein auf mangelnde Benutzerfreundlichkeit. Durch sinkende Margen können Hersteller nur noch wenig Energie in die Software stecken. Für mich ist daher die Freigabe der Software einer freien Entwicklergemeinde ein logischer Schritt.

Mal sehen wie sich das weiterentwickelt: In der Hardware haben wir nun endlich das erste Modell eines freien Smartphones mit dem Model Freerunner aus dem OpemMoko Projekt verfügbar. Insgesamt scheint sich die Branche langsam aber sicher zu öffnen. Ich finde das gut, ich will mein Handy hacken können, ich will Firefox und mplayer im Handy haben und eine anständige Kontaktverwaltung integrieren können mit der auch mein Arbeitsplatzrechner zurecht kommt und ablgleicht!

Von: lolli

August 02, 2008

Big Buck Bunny

Zweiter Wurf der Blender Foundation: Nach Elephant's Dream steht mit Big Buck Bunny das zweite vornehmlich mit freier Software produziete Open Movie online. Blender ist als Animationssoftware das Produkt der Firma NaN, die nach dem Bankrott die Software für 100 Kilo Euro unter die GPL gestellt hatte. Dieses Geld wurde von der Blender Foundation aufgetrieben, die seit dem Dachorganisation der aktiven Entwicklergemeinde ist. Die Entwicklung des Films hat weitere Funktionen wie das Rendering von Fell gefördert und gibt den aktuellen Stand der Software wieder. Das Video ist amüsant und einen kurzweiligen Blick wert. Auf der Homepage ist es auch in sehr guter Qualität zum Download unter der CC Lizenz verfügbar.

Für mich ist es erfreulich auch professionelle Video- und Rendering Software unter der GPL zu finden. Vor einigen Monaten bin ich bei der Recherche nach brauchbaren Videoschnittanwendungen noch ziemlich auf die Nase gefallen, alles frei verfügbare hatte da eher den Flair von Bastelkram. Inzwischen zeigt sich mit Cinelerra da aber vielleicht auch ein gangbarer Ausweg. Vielleicht kann man das Apple anbetenden Kollegen irgendwann mal als Alternative zu Final Cut schmackhaft machen?

Von: corvus

May 14, 2008

Thunderbird 3 Alpha 1

Mozilla ist auf dem richtigen Weg: Inzwischen ist bereits die fünfte Beta von Firefox 3 freigegeben, an dem ich meine helle Freude habe. Die aktuelle Release stürzt mir zwar gelegentlich mal ab, aber alleine schon der Geschwindigkeitszuwachs zum 2er Firefox wiegt das mehrfach auf.

Auch mit Thunderbird geht es weiter: Der Mailclient soll noch dieses Jahr in der Version 3 stabil werden. Heute ist die erste Alpha freigegeben worden, die aber ausdrücklich nicht für den produktiven Einsatz geeignet ist. Persönlich nutze ich thunderbird seit einiger Zeit exzessiv, der Client hat bei mir evolution abgelöst.

Beim näheren Recherchieren in den geplanten Features für thunderbird 3 bin ich über ein für mich mit Freude erwartetes Feature gestolpert: Der Client soll endlich schreibend auf LDAP zugreifen können und damit benutzerübergreifende und zentrale Adressbücher sinnvoll ermöglichen.

Mein aktueller Mailserver besteht in den Hauptkomponenten aus postfix, cyrus-imap und openLDAP. Mein letzter Versuch, Adressbücher neben Benutzeraccounts konsequenterweise ebenfalls im LDAP zu parken ist aber leider gescheitert, da viele Mailclients damit bisher einfach nicht anständig klarkommen:

  • Thunderbird 2 kann zwar mit etwas Überredung Adressbucheinträge aus LDAP ziehen, jedoch keine hinzufügen.
  • evolution hat gar keinen Support für ldap.
  • Lediglich kmail kann vernünftig mit ldap lesend und schreibend umgehen, allerdings hat mir die Schlüsselverwaltung zur verschlüsselten Kommunikation zwischen ldap und Client einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sehr wahrscheinlich war ich aber nur zu dämlich.
  • Der Webmailclient roundcube kann ebenfalls nicht schreibend auf LDAP zugreifen, lesend bin ich nicht sicher.

Fazit: Zum jetzigen Zeitpunkt sind systemübergreifende Adressbücher nur schwer umsetzbar. Wenn thunderbird das aber bald unterstützt ist ein wichtiger Schritt getan. Hoffentlich setzen die Entwickler das auch wie angekündigt um.

Auch das dritte größere Projekt der Mozilla Foundation hat in den letzten Monaten wieder Fahrt aufgenommen: Der Kalender Sunbird / Lightning.

Bleibt nur zu sagen: Gute Arbeit Mozilla Entwickler, weiter so!

Von: lolli

April 10, 2008

Zahlen zum Linux Kernel

Während ein komplettes Linux System aus tausenden Softwarepaketen wie Oberfläche, Browser, Office Suite oder Serverdiensten besteht, ist das eigentliche Herzstück der Linux Kernel. Dieser kümmert sich um Dinge wie die Kommunikation mit der Hardware, die Verteilung von Rechenzeit auf Programme, Netzwerke und die Ablage von Daten auf der Festplatte. Den eigentlichen Anwendungsprogrammen stellt er dazu Schnittstellen bereit, über die sie -unabhängig von der konkreten Hardware- Dateien öffen, Netzwerkkommunikation durchführen, Rechenzeit anfordern und vieles mehr durchführen können.

Der Kernel ist also aus Sicht von Anwendungen eine Abstraktionsebene. Ein Programm, das zum Beispiel ein Fenster darstellen möchte, muss sich so nicht direkt mit der speziellen Grafikkarte eines Systems rumschlagen, sondern kann über eine standardistierte Schnittstelle die Darstellung anfordern. Der Kernel kennt die jeweilige Hardware und vermittelt zwischen Anwendung und Hardware.

Der Linux Kernel ist das bekannteste Open Source Projekt überhaupt. Vielen Open Soure Projekte hängt aber der Ruf nach, Bastlersoftware von Laien zu sein, die von einer handvoll nicht- oder schlechtbezahlter Programmierer unproffessionell entwickelt und nicht nachhaltig gepflegt wird. Schön ist es daher, wenn Studien ab- und an mit solchen Vorurteilen aufräumen. Ein Beispiel ist die jüngste Studie der Linux Foundation:

  • Pro Tag kommen etwa 3600 Zeilen zum Kernel hinzu, 1500 werden entfernt und 1400 verändert.
  • Im Schnitt wird alle 80 Tage eine neue stabile Version veröffentlicht.
  • Seit 2005 hat sich die aktive Entwicklergemeinde auf rund 1000 verdreifacht, der Linux Kernel ist damit das größte verteilte Softwareprojekt der Welt.
  • 70 bis 95 Prozent der Entwickler führen die Arbeit hauptberuflich durch und werden dafür bezahlt, bei über 100 Firmen, darunter IBM, Intel, Red Hat und Novell.
  • Pro Jahr wächst die Codebasis des Projekts um 10%.
  • Der Linux Kernel verfügt über die mit Abstand breiteste Hardwareunterstützung aller Betriebssysteme am Markt, Kernelentwickler haben Schwierigkeiten überhaupt noch Hardware zu finden die nicht unterstützt wird.

Von: lolli

March 04, 2008

Handy vs. Skype

Auf meiner Reise durch die Welt hatte ich nicht nur viele schoene Erlebnisse, sondern auch so meine Probleme, mein schlimmstes war wohl der Verlust meines Photohandys Sony Ericsson k800i, mit dem ich auf der Reise fotografiert habe. Dieses besagte Handy habe ich ohne vorhandene Sicherungskopie, dafuer mit 560 vorhandenen Photos in Bagan (Myanmar/Birma/Burma) verloren, oder es ist mir geklaut worden. So genau kann ich das leider nicht sagen, aber mehr dazu in meinen folgenden Reiseberichten. Nach einem solchen Verlust findet man erst einmal alles ganz furchtbar schrecklich Scheisse und will wieder nach Hause an die muetterliche Brust. Schliesslich findet man aber nach einigen Tagen seinen Verstand wieder und macht sich ueber die naehere technische Zukunft so seine Gedanken.

Mein aktueller Stand der Technik:

  • PC = Deluxe Version mit allen Spielereien
  • Schlepptop: P4, 17", 5kg, 1h Akku. Fazit: Passt nirgends wo rein, aber ich kann Menschen damit erschlagen, einerseits durchs Gewicht, andererseits mit der produzierten Stromrechnung...
  • Handy: Schnellersatz in Form eines Steinzeit Nokias fuer 22 Euronenkrieger aus Bangkok.

Handy:
Ich denke man sieht hier eindrucksvoll meine beiden Schwachstellen. Nach meinem Handyverlust lag der Fokus zunaechst einmal darauf. Nun gut, wir leben im 21. Jahrhundert, es sollte mittlerweile auch Handys geben die mein Technikerherz erfreuen. Zudem hoert man immer mehr von diesem OpenMoko-Projekt (Linux-Smartphone) [1][2] und siehe da, erste Handys sind auch schon erhaeltlich und es sieht auch noch ansprechend aus:
Neo1973 [3][4]

Es gibt nur ein paar Probleme. Zunächst einmal kostet wie jedes neue Handy 300 Euro, dann ist es seit Wochen im Internet ausverkauft, im Laden gibts es noch nicht, und die Software ist noch immer Entwicklungsstadium und schlicht nicht für Normalanwender reif.

Notebook:
So wie der Zufall es will, bin ich in Bangkok ueber dieses schnucklige Teil hier gefallen:
Asus EEE PC 4G Subnotebook [5][6]

Ein Subnotebook mit vorinstallierten und scheinbar extrem gut angepassten Xandros-Linux. Fuer Untermenschen ist es auch WinXP kompatibel, nein euer Vistascheiss laeuft darauf nicht! Denn wie ich zu sagen pflege, braucht man, abgesehen vom unendlichen RAM-Speicherbedarf, mindestens nen Dualcore, ein Herz fuer Vista und eins fuer alles andere... Hasta la Vista Baby [7]

Nun das Geraet liefert einige imposante Vorteile: Er wiegt unter einem Kilo ist mit seinen 7" natuerlich super klein und seine Akkulaufzeit soll ca. 3h betragen. Fuer unsere Linuxfreunde ist natuerlich auch vorgesorgt. Alle anderen Linuxvarianten lassen sich selbstverstaendlich ohne Probleme draufspielen, ich denke nur mit Gentoo wird man recht schnell in seine Grenzen, 4 GB Flashspeicher, gewiesen werden. Diese Grenzen sind auch das groesste Problem des EEE. Abhilfe sollte hier das 8G-Modell (mit 8GB) schaffen, welches allerdings noch nicht auf dem Markt ist. Scheinbar kommt er jetzt gar nicht mehr... Auf heise.de wird jedenfalls nur noch das Serien- Nachfolgemodell angekuendigt:
Asus EEE PC 900 [6]

Handy vs. Skype
Aber wie um alles in der Welt komme ich jetzt eigentlich auf das Thema "Handy vs. Skype"?

Nun ich ziehe nach meiner Rueckkehr nach Dtl nach Berlin. In Krefeld hatte ich mein O2-Genion inkl. Homezone und Festnetzflatrate. Krefeld ist zwar nicht klein, dennoch hatte ich mit meiner zentralen Wohnlage und der recht zentralen Unilage nahezu ueberall meine Homezone-Flatrate. Das war natuerlich bis auf die Grundgebuehren von 25 Euro eine durchaus billige Angelegenheit. Allerdings verhaellt sich Krefeld/ Berlin von der Groessenordnung ca. 1/15. Damit werde ich garantiert nicht ueberall Homezone haben. Anders ist das mit WLAN. Die Dau und Nerddichte in Berlin ist gluecklicherweise ueberdurchschnittlich. Dies sind die beiden wichtigsten Faktoren fuer uneingeschraenkten WLAN-Zugang. Wie Netzpolitik und die Berliner Morgenpost Ende letzten Jahres berichteten soll es zudem irgendwann im naechsten Jahrtausend freies WLAN [8][9] in Berlin geben. Da dieser Auftrag aber bestimmt der Telekomtochter T-Systems zugesprochen wird, wird das Projekt ordentlich verkackt und Unsummen von Steuergeldern schlucken, die vermutlich besser in der Bildung investiert waeren...[10]. Dennoch bin ich dafuer!

Uneingeschraenkter Netzzugang liefert uneingeschraenktes Skypepotential. Mit integrierter Webcam, Micro und natuerlich Boxen ist der EEE perfekt zum Skypen ausgestattet. Einziges Problem bleibt die Akkulaufzeit und das Netz. In der Uni und zuhause bin ich eh immer am Strom- und im WLAN-Netz. Unterwegs muss ich halt jedesmal mein Notebook starten und mich in nen neues Netz einwaehlen. Phonieren und spazierengehen faellt somit ganz weg. Als Trost fallen somit auch die laestigen Anrufe in der U-Bahn/Bus weg! Nachrichten koennen mir auch im Offline-Zustand geschickt werden. Zum absoluten Notfall kann ich mein jetziges Steinzeithandy behalten und meinen jetzigen Vertrag online downgraden, dies geht gluecklicherweise fuer einen kleinen Bearbeitungsbetrag. Bleibt noch die Kostenfrage offen.

Kostenrechnung:
Hochgerechnet wird auf meine uebrige Handyvertragslaufzeit von 12 Monaten

Handyloesung:

  • Neues Handy 300 Euro
  • Handygrundgebuehr 25 Euro/ Monat = 300 Euro
  • Verschwendetes Geld fuer Steinzeithandy 22 Euro

= 622 Euro

Subnotebook:

  • Neues Subnotebook: Bangkok 220 Euro, Dtl. 300 Euro
  • Handygrundgebuehr 5-10 Euro/ Monat = 60- 120 Euro
  • Steinzeithandy 22 Euro

= 302- 442 Euro

Max. Kostenersparnis beim Subnotebookkauf: 320 Euro
Min. Kostenersparnis beim Subnotebookkauf: 180 Euro

Datenschutzbedenken:

Skype:
Skype hat sich ja in juengster Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert, da war die Geschichte, das die Windoofversion die Biosdaten der Nutzer ausliesst. Auch hinter der kosten- und werbefreien Nutzung steht immer noch ein grosses 'Wie finanziert ihr euch denn sonst?' - Fragezeichen [11] [12].  Die Skypenutzung basiert auf einem anonymen Acc, sofern man nicht die Creditkarten-ich-darf-jetzt-auch-ins-Festnetz-telephonieren-version nutzt. Skypetelephonate lassen sich zudem verschluesseln und durch die Linuxnutzung und den I-netzugang ueber freie W-lan netze entkomme ich sowohl der Vorratsdatenspeicherung als auch dem Bundestrojaner.

O2:
Ich habe Ihnen lange vertraut und werde das auch weiterhin tun muessen. Auch wenn der Apfel vermutlich nicht weit vom Stamm faellt. Wenn die britische Regierung schon in einer Tour Daten verliert, sieht das bei den Unternehmen wohl nicht viel besser aus. Auch durch die angelaufene Vorratsdatenspeicherung bin ich froh auf dieses Medium bald nur noch sehr beilaeufig angewiesen zu sein...

Fazit:
Ich hab kein 'aktuelles' Handy und mein alter Handyvertrag ist quasi nutzlos, allerdings laesst er sich downgraden. Ich hab nen ordentlichen Rechner, also brauch ich nur nen Subnotebook. Das Subnotebook ist klein und wiegt wenig. Meine Erreichbarkeit wird kaum spuerbar eingeschraenkt, da ich das Notfallhandy behalte. Vom Datenschutz her bin ich auf der sicheren Seite und ich spare ein Haufen Geld.

Hach, soviel geschwätzt, dabei wollte ich doch nur sagen: Ich finde den Asus EEE PC genial und will auf jeden Fall einen haben! 

[1] http://www.openmoko.org/
[2] http://www.heise.de/newsticker/meldung/91868/from/rss09
[3] http://www.openmoko.com/products-index.html
[4] http://wiki.openmoko.org/wiki/Neo1973/de
[5] http://eeepc.asus.com/global/product.htm
[6] http://www.heise.de/newsticker/meldung/104405
[7] mangoomangoo.de greenpeace_erklart_windows_vista_zur_schrottmachine
[8] netzpolitik.org/2007/spd-will-freies-wlan-fuer-berlin/
[9] www.morgenpost.de/content/2007/10/26/berlin/928591.html
[10] netzpolitik.org/2007/gruene-berlin-gegen-freies-wlan/
[11] http://www.berlecon.de/research/spotlights.php?we_objectID=327
[12] www.heise.de/newsticker/meldung/84955

Von: mongo

February 05, 2008

Hostingumzug

In eigener Sache: Nach viel Basteln, Fluchen, Heulen und Stricken sind schwarzbu.ch und ein paar andere Domains auf einen neuen Server umgezogen. Da bereits vor der Produktivschaltung so ziemlich alles ausgefallen ist was ausfallen kann (beide Raidplatten und Motherboard), gehe ich davon aus, das die Maschine nun erstmal die naechsten 42 Jahre reibunglos einfach so vor sich hin funktioniert. Schamlose Werbung: Der Rootserver Support bei Hetzner funktioniert sehr zuegig, zuverlaessig und unbuerokratisch. Diese Wahl habe ich bisher nie bereuen muessen.

Das System ist ein Debian stable (etch), mit diversen lustigen Diensten. Ein klein wenig stolz bin ich auf den Mailserver (postfix+cyrus ueber cyrus-sasl an openldap), der zunaechst mal alle meine Beduerfnisse erfuellt. Vielleicht schaffe ich es in den naechsten Wochen eine halbwegs anstaendige HowTo online zu bringen. Das waere allein schon fuer meine persoenliche Dokumentation dankenswert. Das Script imapsync hat dabei locker eine halbe Millionen Mails allein fuer meine Account uebertragen. imapsync ist fuer einen IMAP-Mailbox-Transfer eine feine Sache, lediglich der Speicherverbrauch kann etwas ausarten (ich hatte bis zu 1,5GB bei ca. 200k Mails).

schwarzbu.ch selbst war als Typo3 Installation angenehm schmerzfrei zu uebertragen, wegen temporaer sehr kurzer DNS Cache Zeiten sind keine Datendifferenzen aufgetreten. Nach vorherigen Messungen sind die Parsezeiten des ganzen Typo3-php-Mueslis etwa halbiert gegenueber der alten Maschine, das merkt man besonders im Backend. Ich hoffe die Webseiten fuehlen sich auch etwas schneller an, und es bleibt Luft fuer mehr Zugriffe.

Einige Details fehlen noch, insbesondere die Suche laeuft noch nicht wieder so wie sie soll. Fuer diese Nebensaechlichkeiten ist vielleicht bei dem ein- oder anderen Feierabendbier mal Zeit ;)

Von: lolli

January 20, 2008

Datenschutz in Großbritannien

Nicht nur das es fraglich ist, inwieweit Videoüberwachung Gewalttaten verhindern kann, auch stellt sich mir die Frage, wie mit den Daten, die da so fleißig gesammelt werden, umgegangen wird. Die Briten zeichnen sich ja momentan dadurch aus, dass sie wunderbar vorsichtig mit den Daten ihrer Bürger umgehen:

Für alle die jetzt meinen "und was soll da schon passieren?"

Bitte hier klicken

Und das wo es so schwer und teuer wäre die Daten wenigstens zu verschlüsseln...

Da drängt sich mir doch die Frage auf, wie dann wohl mit "weniger wichtigen" Daten wie zum Beispiel denen von Überwachungskameras umgegangen wird. Aber auch hier sind die Briten ganz weit vorn, so ist es in manchen Stadtteilen möglich, die Nachbarschaft gemütlich vom Sofa aus zu überwachen, und bei Bedarf einfach eine E-Mail an die Polizei zu schicken.

Schöne neue Welt, wir sind schon im Jahr 1985 angekommen, wir brauchen keinen großen Bruder mehr, das machen wir selber, wo kämen wir denn sonst hin.

Vielleicht doch besser nach China auswandern, da empört es noch jemanden wenn Videoaufnahmen aus der U-bahn im Internet landen.

Von: corvus