July 29, 2009

DNS weirdness

Das war doch mal wieder eine lustige Fehlersuche. Begonnen hat alles mit unerklärbaren Zeitsprüngen bei Lasttests auf meinen apache Webserver: Wenn ich ein "siege" auf eine meiner Seiten abgefeuert habe um Performance Optimierungen zu testen, hatte ich immer mal einzelne Anfragen, die von ein paar Millisekunden Anwortzeit auf 5 Sekunden (5 seconds) plus ein paar Millisekunden hochgesprungen sind. Der Effekt war nicht deterministisch, trat manchmal bei ein paar Requests hintereinander auf, dann aber auch mal ein paar hundert Requests lang gar nicht.

Also macht Admin sich an die Fehlersuche, wie das wohl entstehen könnte. Zunächst habe ich diverse Parameter in meinem fcgi Environment durchprobiert, bis sich herausstellte, dass der Effekt auch auftritt, wenn statische Dateien abgerufen werden, fcgi damit also nix zu tun hat. Also apache zerlegen, mal ein anderes mpm modul ausprobieren ... auch kein Erfolg.

Einige google Quälereien (ohne Erfolg) später hab ich dann mal in einem siege für die zu testende Adresse eine IP-Adresse statt eines Domain Names eingetragen. Siehe da, der Delay trat nicht mehr auf.

Folglich war ich bei einem grundlegenden DNS-Problem meiner Maschine gelandet. Da ich siege immer lokal laufen lasse um Netzwerklatenzen zu vermeiden, habe ich in /etc/resolv.conf mal nach Parametern gesucht, die einen Timeout begrenzen:

options timeout:1

Erfolg: Mein Delay hat sich auf 1 Sekunde verkürzt. Stellt sich also heraus: Von den in der resolv.conf eingetragenen Nameservern antwortet mindestens einer nicht immer auf Anfragen. Die lokale Namensauflösung läuft deshalb per default nach 5 Sekunden in einen Timeout, stellt die Anfrrage erneut, erhält dann meist eine Antwort, und ist glücklich.

Fazit: Die oben genannte Option kann ich jedem Anwender als Eintrag in der resolv.conf empfehlen, wenn ein upstream Nameserver aus irgendwelchen Gründen einfach mal die Antwort verschlampt. So verkürzen sich die Wartezeiten wenigstens ;) Vielleicht würde ein lokaler Name Service Caching Daemon das Problem ebenfalls meistens unterdrücken.

Von: lolli

August 02, 2008

AdvFS unter GPL

HP hat AdvFS unter die GPL gestellt.

Achtung Technik: AdvFS ist ein ursprünglich von DEC (aufgekauft von Compaq, aufgekauft von HP) entwickeltes Filesystem für Tru64 auf Alpha Maschinen.

AdvFS hat einige interessante Möglichkeiten, die bisher beispielslos in der Linux Welt sind. Dazu gehört Hot-Snapshot-Fähigkeit und transparente Verteilung des Filesystems über mehrere Storage Geräte. Vergleichbar zu sowas ist meines Wissens nach nur ZFS, das auf Grund von Lizenzproblemen nicht Einzug in den Linux Kernel halten wird (höchstens per FUSE).

Angeblich hat HP einen Marktanteil von über 35% bei Linux Servern. Daher hat die Firma ein Interesse an der Weiterentwicklung von Linux und stellt nun ein ausgereiftes Filesystem mit coolen Features unter die GPL. HP erhofft sich die Implementation von Teilen in andere Filesysteme und stellt zwei Varianten zur Verfügung: Eine stabile und in der freien Wildbahn eingesetzte, und eine zweite fertige, aber nicht als stabil getestete Version mit neuen Features.

Für mich ist die Handlung HP's auch die Unterstützung einer These: Betriebssysteme, und dazu gehören auch Filesysteme, haben heute eine Komplexität erreicht, die es auch weltweit agierenden Firmen schwer macht, stabile Versionen für unterschiedliche Anwendungsbereiche mit noch angemessener Manpower zu entwickeln. Es bleibt immer weniger Marge um Geld in neue und tragfähige Konzepte zu stecken. Dieser These folgend ist es Microsoft zum Beispiel hoch anzurechnen, das die mit Vista es überhaupt noch geschafft haben ein halbwegs funktionierendes Betriebssystem auf die Beine zu stellen. Und Ihr neues Filesystem (WinFS) haben die dennoch zugunsten einer termingerechten Auslieferung einstellen müssen, und setzen weiterhin auf NTFS.

HP erhofft sich mit der Freigabe von AdvFS die Integration in Linux, eine interessierte Entwicklergemeinde und damit das Weiterleben dieses Filesystems in direkter Konkurrenz zu ZFS. Für Linux kann die Freigabe einer solch mächtigen Codebasis nur gut sein. Mal sehen was die Zukunft bringt.

Von: lolli

August 02, 2008

Symbian OS befreit

Das auf vielen Smartphones beliebte Symbian OS (Marktanteil lt. wikipedia 80%) wird von Nokia gekauft und unter Obhut der neu gegründeten Symbian Foundation Stück für Stück als Open Source freigegeben. Nokia will diesen Prozess innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen haben.

Ich begrüße diesen Prozess. Meines Erachtens ist ein Schlüsselproblem aller Handyhersteller die Software: Während in der Hardware Telefone zu immer mehr Möglichkeiten gebracht werden hinkt die Software hinterher. Das beschränkt sich nicht allein auf mangelnde Benutzerfreundlichkeit. Durch sinkende Margen können Hersteller nur noch wenig Energie in die Software stecken. Für mich ist daher die Freigabe der Software einer freien Entwicklergemeinde ein logischer Schritt.

Mal sehen wie sich das weiterentwickelt: In der Hardware haben wir nun endlich das erste Modell eines freien Smartphones mit dem Model Freerunner aus dem OpemMoko Projekt verfügbar. Insgesamt scheint sich die Branche langsam aber sicher zu öffnen. Ich finde das gut, ich will mein Handy hacken können, ich will Firefox und mplayer im Handy haben und eine anständige Kontaktverwaltung integrieren können mit der auch mein Arbeitsplatzrechner zurecht kommt und ablgleicht!

Von: lolli

April 14, 2008

Free as in Freedom

Da fällt mir der Witz mit Vater und Sohn im Zoo ein. Sagt der Kleine in der Arktisabteilung: "Guck mal Papa, da sind Linuxe!". Via F!XMBR:

Hintergrund: BBC hatte als Aprilscherz einen Beitrag mit fliegenden Pinguinen gebastelt.

Von: lolli

April 13, 2008

Gescheiterte IT-Großprojekte der Regierung

Große, prestigeträchtige IT-Projekte der Regierung neigen zum vollständigen Scheitern, erheblichen Verzögerungen und höheren Kosten als ursprünglich geplant. Eine kleine Sammlung:

  • Herkules. Modernisierung der Telekommunikationstechnik der Bundeswehr. Neuausstattung mit 300.000 Telefonen und 140.000 Rechnerarbeitsplätzen. Verhandlungen mit dem ersten Firmenkonsortium wurden abgebrochen, da die maximalen Betriebskosten von jährlich 665 Millionen Euro / Jahr nicht eingehalten werden konnten. Das mit einer ursprünglichen Summe von 6,65 Milliarden Euro angesetze Projekt wird nun für Plankosten von 7,3 Milliarden Euro umgesetzt (an dem Konsortium ist der Bund mit 49,9% beteiligt), der Abschluss ist für 2015 geplant. Der Bundesrechnungshof moniert, das Projekt sei 1 Milliarde billiger, wenn das Verteidigungsministerium die Realisierung selbst übernehme. Herkules gilt als größtes Outsourcing-Projekt der Regierung.
  • FISCUS. Einheitliche Software für die 650 Finanzämter Deutschlands. Das bereits 1993 begonnene Projekt wurde 2005 nach Kosten von über 900 Millionen Euro ergebnislos eingestellt. Die eigens gegründete fiscus GmbH wird liquidiert. Rechnungshöfe hatten FISCUS mehrfach scharf angegriffen. Nachfolger ist das Projekt KONSENS, an dem der Bund nicht mehr aktiv beteiligt ist. Es beruht auf der Weiterentwicklung der bestehenden Software der Finanzämter.
  • Elektronische Gesundheitskarte. Soll die Krankenversicherungskarte ersetzen, elektronische Rezepte ermöglichen, kritische Informationen zur Notfallbehandlung beinhalten und auf einem zentralen Serversystem basieren, und mehr. Siehe hier. Die Einführung wurde bereits um mehrere Jahre verschoben und ein Feldtest als komplettes Debakel eingestellt. Der nächste Feldtest mit 100.000 Karten wurde ganz abgesagt. Optimistische Kostenschätzungen gehen von 1,7 Milliarden Euro aus, eine Kosten-Nutzen-Analyse kommt auf 2,4 bis 3,6 Milliarden Euro Kosten für den Aufbau der Infrastruktur [Kritik].
  • Toll Collect. Entfernungsabhängige LKW-Maut auf Autobahnen und einigen Bundesstraßen. Das Projekt sollte ursprünglich Mitte 2003 starten. Wegen massiver technischer Probleme wurde der Start auf den 01.01.2005 verschoben, und ist erst seit Januar 2006 vollumfänglich in Betrieb. Derzeit werden gut 3 Milliarden Euro jährlich eingenommen. Die Kosten für Einnahmeausfälle von rechnerisch 5,1 Mrd. Euro wurden dem Betreiber gegenüber nicht durchgesetzt, stattdessen wurde das Entgelt für den Betrieb der Anlage um 14 Millionen Euro jährlich auf 556 Millionen angehoben. Die nach dem Informationsfreiheitsgesetz eingeforderten konkreten Verträge mit dem Betreiber bleiben in wesentlichen Teilen geheim, darunter auch die genauen Haftungsklauseln.
  • INPOL-neu. Länderübergreifendes Informationssystem (zB. zur Rasterfahndung) des BKA und der Polizei. INPOL-neu sollte das veraltete System INPOL ersetzen und wurde bereits 1992 gestartet. Dem ersten Dienstleister wurde 2001 der Auftrag entzogen und an ein anderes Unternehmen weitergegeben. Das System ging Mitte 2003 nach zweijähriger Verspätung vollständig in Betrieb. Bei einem ersten Probelauf 2001 kollabierte die Software bereits nach wenigen Minuten, kurze Zeit später stand das komplette Projekt vor dem Aus. Nur durch Reduzierung des Funktionumfangs und der Komplexität konnte das Projekt gerettet werden. Laut Focus sind zu den vorgesehenen Kosten von 50 Millionen Euro ca. 70 dazugekommen.
  • POLIKS. Polizeiliches Informationssystem des Landes Berlin (Anzeigen, Personen- und Fahrzeugabfrage, Schnittstellen zu anderen Systemen, ...). Das 73 Millionen Euro teure System wurde nach fünf Jahren Entwicklungszeit, Verzögerungen und erhöhten Kosten im März 2005 eingeführt. Die massiven Probleme seit der Inbetriebnahme haben bereits zur vierten Überarbeitung mit teilweise starken Veränderungen geführt. Bis heute funktioniert das System nicht reibungslos, eine einfache Anzeigenaufnahme dauert bis zu 90 Minuten, die Polizeigewerkschaft fordert den Umstieg auf Linux.
  • DiPlaZ. System zur Diestplangestaltung der bayerischen Polizei. Das System wurde nach mehrjähriger Verzögerung und Belastungen in Millionenhöhe von der Landesregierung komplett eingestellt.
  • A2LL. Verwaltungssoftware für die Vergabe des Arbeitslosengeld II. Der primäre Dienstleister gab die Realisierung an eine Drittfirma weiter. Die geplanten Kosten wurden bereits im September 2006 mit 48 Millionen Euro um den Faktor fünf (!) überschritten. Die nicht termingerecht ausgelieferte Software verursacht bis heute massive Schwierigkeiten in den Ämtern (Beispiel), der zusätzliche Zeitaufwand wird auf eine jährliche Belastung von 230 Millionen Euro geschätzt. Die Bundesagentur für Arbeit verlangt fünf Millionen Euro Schadenersatz vom Betreiber. Mehr ist auf Grund von Haftungsbeschränkungen im Vertrag nicht möglich. Das auch unter Datenschutzaspekten bedenkliche Projekt soll nun bis 2013 gegen ein Neuentwicklung namens Allegro ersetzt werden.
  • Jobbörse. Auch ein zweites Projekt der Bundesagentur für Arbeit hat zunächst massive Probleme bereitet: Die Online Jobbörse, bei der von erhöhten Kosten, über Korruptionsverdacht bis zum Totalausfall alles dabei war.
  • Digitaler Behördenfunk. Während alle Länder Europas (bis auf Albanien) bereits vor Jahren von analoger Technik auf digitale Funksysteme für den Behördenfunk (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, ...) umgestiegen sind, ist die Inbetriebnahme in Deutschland optimistisch für Ende 2010 geplant. Ex Bundesinnenminister Otto Schily hatte 2005 nach jahrelangen Querelen (Beginn der Planungen 1995) den Auftrag zum Aufbau und Betrieb des Netzes an einene Dienstleister abgeben, der mit einem Angebot von 5,1 Milliarden Euro die geplanten Kosten von 4,5 Mrd. Euro aber nie einhalten konnte. Dem Anbieter wurde daher im Dezember 2006 der Auftrag entzogen. Im Juni 2007 wurde beschlossen, die neu gegründete Behörde BDBOS mit der Organisation des Aufbaus und der Wartung des Netzes zu betrauen. Für die Infrastruktur sind zur Zeit noch drei Bewerber im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung im Rennen. Gerüchten zufolge ist der flächendeckende Betrieb nicht vor 2013 möglich.

Von: lolli

April 10, 2008

Zahlen zum Linux Kernel

Während ein komplettes Linux System aus tausenden Softwarepaketen wie Oberfläche, Browser, Office Suite oder Serverdiensten besteht, ist das eigentliche Herzstück der Linux Kernel. Dieser kümmert sich um Dinge wie die Kommunikation mit der Hardware, die Verteilung von Rechenzeit auf Programme, Netzwerke und die Ablage von Daten auf der Festplatte. Den eigentlichen Anwendungsprogrammen stellt er dazu Schnittstellen bereit, über die sie -unabhängig von der konkreten Hardware- Dateien öffen, Netzwerkkommunikation durchführen, Rechenzeit anfordern und vieles mehr durchführen können.

Der Kernel ist also aus Sicht von Anwendungen eine Abstraktionsebene. Ein Programm, das zum Beispiel ein Fenster darstellen möchte, muss sich so nicht direkt mit der speziellen Grafikkarte eines Systems rumschlagen, sondern kann über eine standardistierte Schnittstelle die Darstellung anfordern. Der Kernel kennt die jeweilige Hardware und vermittelt zwischen Anwendung und Hardware.

Der Linux Kernel ist das bekannteste Open Source Projekt überhaupt. Vielen Open Soure Projekte hängt aber der Ruf nach, Bastlersoftware von Laien zu sein, die von einer handvoll nicht- oder schlechtbezahlter Programmierer unproffessionell entwickelt und nicht nachhaltig gepflegt wird. Schön ist es daher, wenn Studien ab- und an mit solchen Vorurteilen aufräumen. Ein Beispiel ist die jüngste Studie der Linux Foundation:

  • Pro Tag kommen etwa 3600 Zeilen zum Kernel hinzu, 1500 werden entfernt und 1400 verändert.
  • Im Schnitt wird alle 80 Tage eine neue stabile Version veröffentlicht.
  • Seit 2005 hat sich die aktive Entwicklergemeinde auf rund 1000 verdreifacht, der Linux Kernel ist damit das größte verteilte Softwareprojekt der Welt.
  • 70 bis 95 Prozent der Entwickler führen die Arbeit hauptberuflich durch und werden dafür bezahlt, bei über 100 Firmen, darunter IBM, Intel, Red Hat und Novell.
  • Pro Jahr wächst die Codebasis des Projekts um 10%.
  • Der Linux Kernel verfügt über die mit Abstand breiteste Hardwareunterstützung aller Betriebssysteme am Markt, Kernelentwickler haben Schwierigkeiten überhaupt noch Hardware zu finden die nicht unterstützt wird.

Von: lolli

March 04, 2008

Handy vs. Skype

Auf meiner Reise durch die Welt hatte ich nicht nur viele schoene Erlebnisse, sondern auch so meine Probleme, mein schlimmstes war wohl der Verlust meines Photohandys Sony Ericsson k800i, mit dem ich auf der Reise fotografiert habe. Dieses besagte Handy habe ich ohne vorhandene Sicherungskopie, dafuer mit 560 vorhandenen Photos in Bagan (Myanmar/Birma/Burma) verloren, oder es ist mir geklaut worden. So genau kann ich das leider nicht sagen, aber mehr dazu in meinen folgenden Reiseberichten. Nach einem solchen Verlust findet man erst einmal alles ganz furchtbar schrecklich Scheisse und will wieder nach Hause an die muetterliche Brust. Schliesslich findet man aber nach einigen Tagen seinen Verstand wieder und macht sich ueber die naehere technische Zukunft so seine Gedanken.

Mein aktueller Stand der Technik:

  • PC = Deluxe Version mit allen Spielereien
  • Schlepptop: P4, 17", 5kg, 1h Akku. Fazit: Passt nirgends wo rein, aber ich kann Menschen damit erschlagen, einerseits durchs Gewicht, andererseits mit der produzierten Stromrechnung...
  • Handy: Schnellersatz in Form eines Steinzeit Nokias fuer 22 Euronenkrieger aus Bangkok.

Handy:
Ich denke man sieht hier eindrucksvoll meine beiden Schwachstellen. Nach meinem Handyverlust lag der Fokus zunaechst einmal darauf. Nun gut, wir leben im 21. Jahrhundert, es sollte mittlerweile auch Handys geben die mein Technikerherz erfreuen. Zudem hoert man immer mehr von diesem OpenMoko-Projekt (Linux-Smartphone) [1][2] und siehe da, erste Handys sind auch schon erhaeltlich und es sieht auch noch ansprechend aus:
Neo1973 [3][4]

Es gibt nur ein paar Probleme. Zunächst einmal kostet wie jedes neue Handy 300 Euro, dann ist es seit Wochen im Internet ausverkauft, im Laden gibts es noch nicht, und die Software ist noch immer Entwicklungsstadium und schlicht nicht für Normalanwender reif.

Notebook:
So wie der Zufall es will, bin ich in Bangkok ueber dieses schnucklige Teil hier gefallen:
Asus EEE PC 4G Subnotebook [5][6]

Ein Subnotebook mit vorinstallierten und scheinbar extrem gut angepassten Xandros-Linux. Fuer Untermenschen ist es auch WinXP kompatibel, nein euer Vistascheiss laeuft darauf nicht! Denn wie ich zu sagen pflege, braucht man, abgesehen vom unendlichen RAM-Speicherbedarf, mindestens nen Dualcore, ein Herz fuer Vista und eins fuer alles andere... Hasta la Vista Baby [7]

Nun das Geraet liefert einige imposante Vorteile: Er wiegt unter einem Kilo ist mit seinen 7" natuerlich super klein und seine Akkulaufzeit soll ca. 3h betragen. Fuer unsere Linuxfreunde ist natuerlich auch vorgesorgt. Alle anderen Linuxvarianten lassen sich selbstverstaendlich ohne Probleme draufspielen, ich denke nur mit Gentoo wird man recht schnell in seine Grenzen, 4 GB Flashspeicher, gewiesen werden. Diese Grenzen sind auch das groesste Problem des EEE. Abhilfe sollte hier das 8G-Modell (mit 8GB) schaffen, welches allerdings noch nicht auf dem Markt ist. Scheinbar kommt er jetzt gar nicht mehr... Auf heise.de wird jedenfalls nur noch das Serien- Nachfolgemodell angekuendigt:
Asus EEE PC 900 [6]

Handy vs. Skype
Aber wie um alles in der Welt komme ich jetzt eigentlich auf das Thema "Handy vs. Skype"?

Nun ich ziehe nach meiner Rueckkehr nach Dtl nach Berlin. In Krefeld hatte ich mein O2-Genion inkl. Homezone und Festnetzflatrate. Krefeld ist zwar nicht klein, dennoch hatte ich mit meiner zentralen Wohnlage und der recht zentralen Unilage nahezu ueberall meine Homezone-Flatrate. Das war natuerlich bis auf die Grundgebuehren von 25 Euro eine durchaus billige Angelegenheit. Allerdings verhaellt sich Krefeld/ Berlin von der Groessenordnung ca. 1/15. Damit werde ich garantiert nicht ueberall Homezone haben. Anders ist das mit WLAN. Die Dau und Nerddichte in Berlin ist gluecklicherweise ueberdurchschnittlich. Dies sind die beiden wichtigsten Faktoren fuer uneingeschraenkten WLAN-Zugang. Wie Netzpolitik und die Berliner Morgenpost Ende letzten Jahres berichteten soll es zudem irgendwann im naechsten Jahrtausend freies WLAN [8][9] in Berlin geben. Da dieser Auftrag aber bestimmt der Telekomtochter T-Systems zugesprochen wird, wird das Projekt ordentlich verkackt und Unsummen von Steuergeldern schlucken, die vermutlich besser in der Bildung investiert waeren...[10]. Dennoch bin ich dafuer!

Uneingeschraenkter Netzzugang liefert uneingeschraenktes Skypepotential. Mit integrierter Webcam, Micro und natuerlich Boxen ist der EEE perfekt zum Skypen ausgestattet. Einziges Problem bleibt die Akkulaufzeit und das Netz. In der Uni und zuhause bin ich eh immer am Strom- und im WLAN-Netz. Unterwegs muss ich halt jedesmal mein Notebook starten und mich in nen neues Netz einwaehlen. Phonieren und spazierengehen faellt somit ganz weg. Als Trost fallen somit auch die laestigen Anrufe in der U-Bahn/Bus weg! Nachrichten koennen mir auch im Offline-Zustand geschickt werden. Zum absoluten Notfall kann ich mein jetziges Steinzeithandy behalten und meinen jetzigen Vertrag online downgraden, dies geht gluecklicherweise fuer einen kleinen Bearbeitungsbetrag. Bleibt noch die Kostenfrage offen.

Kostenrechnung:
Hochgerechnet wird auf meine uebrige Handyvertragslaufzeit von 12 Monaten

Handyloesung:

  • Neues Handy 300 Euro
  • Handygrundgebuehr 25 Euro/ Monat = 300 Euro
  • Verschwendetes Geld fuer Steinzeithandy 22 Euro

= 622 Euro

Subnotebook:

  • Neues Subnotebook: Bangkok 220 Euro, Dtl. 300 Euro
  • Handygrundgebuehr 5-10 Euro/ Monat = 60- 120 Euro
  • Steinzeithandy 22 Euro

= 302- 442 Euro

Max. Kostenersparnis beim Subnotebookkauf: 320 Euro
Min. Kostenersparnis beim Subnotebookkauf: 180 Euro

Datenschutzbedenken:

Skype:
Skype hat sich ja in juengster Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert, da war die Geschichte, das die Windoofversion die Biosdaten der Nutzer ausliesst. Auch hinter der kosten- und werbefreien Nutzung steht immer noch ein grosses 'Wie finanziert ihr euch denn sonst?' - Fragezeichen [11] [12].  Die Skypenutzung basiert auf einem anonymen Acc, sofern man nicht die Creditkarten-ich-darf-jetzt-auch-ins-Festnetz-telephonieren-version nutzt. Skypetelephonate lassen sich zudem verschluesseln und durch die Linuxnutzung und den I-netzugang ueber freie W-lan netze entkomme ich sowohl der Vorratsdatenspeicherung als auch dem Bundestrojaner.

O2:
Ich habe Ihnen lange vertraut und werde das auch weiterhin tun muessen. Auch wenn der Apfel vermutlich nicht weit vom Stamm faellt. Wenn die britische Regierung schon in einer Tour Daten verliert, sieht das bei den Unternehmen wohl nicht viel besser aus. Auch durch die angelaufene Vorratsdatenspeicherung bin ich froh auf dieses Medium bald nur noch sehr beilaeufig angewiesen zu sein...

Fazit:
Ich hab kein 'aktuelles' Handy und mein alter Handyvertrag ist quasi nutzlos, allerdings laesst er sich downgraden. Ich hab nen ordentlichen Rechner, also brauch ich nur nen Subnotebook. Das Subnotebook ist klein und wiegt wenig. Meine Erreichbarkeit wird kaum spuerbar eingeschraenkt, da ich das Notfallhandy behalte. Vom Datenschutz her bin ich auf der sicheren Seite und ich spare ein Haufen Geld.

Hach, soviel geschwätzt, dabei wollte ich doch nur sagen: Ich finde den Asus EEE PC genial und will auf jeden Fall einen haben! 

[1] http://www.openmoko.org/
[2] http://www.heise.de/newsticker/meldung/91868/from/rss09
[3] http://www.openmoko.com/products-index.html
[4] http://wiki.openmoko.org/wiki/Neo1973/de
[5] http://eeepc.asus.com/global/product.htm
[6] http://www.heise.de/newsticker/meldung/104405
[7] mangoomangoo.de greenpeace_erklart_windows_vista_zur_schrottmachine
[8] netzpolitik.org/2007/spd-will-freies-wlan-fuer-berlin/
[9] www.morgenpost.de/content/2007/10/26/berlin/928591.html
[10] netzpolitik.org/2007/gruene-berlin-gegen-freies-wlan/
[11] http://www.berlecon.de/research/spotlights.php?we_objectID=327
[12] www.heise.de/newsticker/meldung/84955

Von: mongo

February 12, 2008

BitTorrent

Wo wir gerade bei Bittorrent sind: Was ist das eigentlich?

Bittorrent ist ein Pear to Pear Netzwerk. Der Download von Dateien funktioniert dabei mehrstufig: Jemand stellt aus Dateien einen sogenannten Torrent File her, der nicht die Dateien selbst, sondern nur "Zusammenfassungen" (Hashes) enthält. Diese (kleine) Torrentdatei wird einem "Tracker" hochgeladen. Der Tracker verfolgt nun, wer die zu diesem Torrent File zugehörigen Dateien besitzt, und gibt auf Anfrage Antworten heraus, von welchen Teilnehmnern sich Teile der Dateien beziehen lassen. Torrent bevorzugt dabei Teilnehmer, die Teile der kompletten Dateien mit hoher Bandbreite anbieten. Folge: Wer einen Torrent noch nicht komplett lokal hat, dafuer aber Teile davon schnell an andere User hochladen kann, wird selbst im Download bevorzugt. Das ist einer der Gründe, warum Bittorrent so gut funktioniert: Wer viel haben will, muss auch viel hochladen. Daher gibt es auch massig Torrents von Projekten, die nicht selbst über die erforderliche Bandbreite verfügen, oder die nicht bezahlen können. So etwa bei der offline Wikipedia DVD, oder unzähligen Linux Projekten. Generell gilt: Wenn Dein Inhalt interessant ist, dann werden es auch viele Leute für Dich verteilen.

Die Tracker sind dabei niemals im Besitz der Dateien selbst, sie fungieren nur als Vermittler. Daher ist deren rechtliche Lage im Falle von Urheberrechtsverletzungen auch umstritten. Tracker kennen den tatsaechlichen Inhalt der Dateien nicht, sie vemitteln nur kryptische Hashwerte.

Der zwar nicht immer am meisten empfohlene, aber häufig genutzte Bittorrent Client ist übrigens azureus. Wer noch nie mit Torrent zu tun hatte, wird damit wohl recht schnell Freund werden können, und darf sich den selbstverständlich legal herunterladen und benutzen.

Auf dem 24C3 hat es einen ausgesprochen sehenswerten Beitrag zum Thema Tracker gegeben, wer möchte, kann sich das unter der Creative Commons License (dh. legaler und Dowload und freie Verbreitung) stehende Video mittels dieses Torrents gern mal runterladen. Die drei Jungs erklären mit viel Hackerhumor, was Bittorrent ist, und welche technischen Probleme es beim Betrieb eines offenen Trackers es zu meistern gilt. Deren Software ist so gut, das The Pirate Bay komplett auf diesen Tracker umgestiegen ist, weil er in Sachen Effizienz unschlagbar ist. Den Torrent selbst findet man natürlich in der Suche bei The Pirate Bay unter dem Titel "Trecker fahrn" in verschiedenen Formaten.

Von: lolli

December 16, 2007

Launch schwarzbu.ch

Mit diesem Post ist die Site schwarzbu.ch offiziell freigegeben.

Ziel sind neben einem Blog mit Politik- und Datenschutzthemen Howtos und Knowledgetransfer im Bereich Linux und TYPO3, auf denen auch diese Site basiert.

Technik: Die Site besteht im wesentlichen aus einer Kombination von timtab und zugehoerigen Extensions, kombiniert mit klassischen Typo3 Erweiterungen. Alle kritischen Probleme sind geloest, eine ToDo zur Dokumentation kleinerer Macken existiert aber noch. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es noch relativ wenig Seiten, ein Anfang wird aber mit einem Howto zu timtab in den naechsten Tagen folgen. Fuer die Stats: Bereits jetzt besteht die Site aus ueber 1000 Zeilen css, mehreren hundert Zeilen TypoScript und einer durchdachen Grundkonfiguration per User / PageTS fuer Backenduser. Vielleicht werden mit der Zeit einige der interessanteren Stellen hier dokumentiert.

Fuer Entwickler wird vielleicht der ein- oder andere Klick in den Source und den css der Site interessant sein, nutzt was immer Ihr wollt, klaut aber bitte nicht exakt dieses Layout. Die Seite ist technisch imho auf dem Stand der Dinge und spiegelt einen Teil meines Adminwissens wider.

Die Site ist rss-faehig und kann durch diesen Link Eurem Newsreader beigebracht werden.

Autoren einzelner Artikel werden neben mir noch mindestens ein Freund sein, dessen aktuelle Weltreise jedoch die Postfrequenz gering haelt. Vielleicht wird er aber die ein- oder andere interessante Anekdote in den naechsten Wochen posten.

Dank gilt Niwi, ohne dessen Hilfe ich vermutlich noch immer an einigen Details verzweifeln wuerde, und ohne dessen Kritik Abstriche im Layout zu machen waeren. In Sachen Layout geht auch noch ein grosses Danke an jben, dem das Design zu verdanken ist. Ich hoffe die Site gefaellt Euch zumindest schonmal optisch genauso wie mir.

Von: lolli